Rechtliche Bestimmungen

Die wichtigsten Rechtsquellen in Bezug auf Wintersportwochen sind:

COVID-19 (Erlass Sichere Schule - 3. Auflage 16.11.2021)

Sichere Schule – Schulbetrieb im Schuljahr 2021/22 (3. Auflage), Erlass des BMBWF GZ 2021-0.796.507

 

Auszug

 

S.20/21
1.2.1 Unterricht in Bewegung und Sport
Bewegung und Sport finden im Schuljahr 2021/22 statt, wobei der Sportausübung im Freien so weit als möglich der Vorzug zu geben ist. In Innenräumen ist auf regelmäßiges Lüften zu achten.


Ab Risikostufe 2 und 3 findet Bewegung und Sport nach Möglichkeit immer im Freien statt. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, findet der Unterricht unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von einem Meter in geschlossenen Räumen statt. Dieser Sicherheitsabstand darf kurzfristig bei sportarttypischen Unterschreitungen des Mindestabstands im Rahmen der Sportausübung und bei erforderlichen Sicherungs- und Hilfeleistungen unterschritten werden. D.h. Kontaktsportarten (Ballsport, Teamsportarten usw.) und Sportarten, bei denen es im Zuge der Ausübung zu Kontakt kommt (z.B. beim Helfen und Sichern), sind dann zulässig, wenn der Mindestabstand nur kurzfristig unterschritten wird. Untersagt sind jene Sportarten und sportliche Tätigkeiten, die auf Übungsformen zurückgreifen, bei denen Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum in direktem Kontakt stehen.
Der Unterricht erfolgt auch in Risikostufe 2 und 3 in Sportbekleidung, außer das Umziehen kann nicht unter Einhaltung von geltenden Hygiene- und Präventionsmaßnahmen erfolgen.


Leistungssportschulen
Schüler/innen in Leistungssportschulen gelten laut Bundessportfördergesetz als „Spitzensportler“. Die in der jeweils aktuellen COVID-19-Verordnung des BMSGPK genannten Bedingungen für Spitzensportler/innen, Betreuer/innen und Trainer/innen für das Betreten von Sportstätten für das Training, das nicht Teil der schulischen Ausbildung ist, kommen zur Anwendung. Die Vorgaben der Sportfachverbände und der Nachwuchskompetenzzentren des BMKOES sind für das Training an Leistungssportschulen einzuhalten.
Sofern das Training noch Teil der Schulversuchslehrpläne ist, gelten die Richtlinien für „Bewegung und Sport“.
Ausbildungsbetrieb an den Bundessportakademien
Ausbildungen können unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen COVID-19-Verordnung des BMSGPK stattfinden. Das Betreten von Sportstätten erfolgt nach jenen Maßgaben, die für Spitzensportler/innen gelten.

 

S.22
1.2.5 Unverbindliche Übungen und Freigegenstände
Unverbindliche Übungen und Freigegenstände finden in allen Risikostufen statt.

 

S.26ff
1.6 Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen
1.6.1 Schulveranstaltungen in unterschiedlichen Risikostufen

In Risikostufe 1 und 2 am Veranstaltungsort sind Schulveranstaltungen sowie schulbezogene Veranstaltungen zulässig. Eine Risikoanalyse ist Voraussetzung für die Durchführung. Die Hygiene- und Präventionsbestimmungen des besuchten Orts sind zu berücksichtigen. Sollte die Einhaltung der Hygienebestimmungen vor Ort nicht für die gesamte Dauer möglich sein, sind diese abzusagen.
Antigenschnelltests können zur laufenden Testung von der Schule mitgenommen werden.

Bei Risikostufe 3 finden keine Schulveranstaltungen sowie schulbezogene Veranstaltungen statt. Bereits anberaumte Schulveranstaltungen oder schulbezogene Veranstaltungen sind abzusagen.


Praktische Übungen zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung sowie die Ablegung der freiwilligen Radfahrprüfung sind durchwegs möglich. Dafür ist jedoch ein Hygiene- und Präventionskonzept zu erarbeiten und umzusetzen.

Bei der Planung von Schulveranstaltungen sind die Stornobedingungen zu beachten. Der COVID-19-Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds steht im Schuljahr 2021/22 nicht mehr zur Verfügung.


Risikoanalyse für Schulveranstaltungen/schulbezogenen Veranstaltungen
Eine systematische Risikoanalyse kann bei allen Veranstaltungen im schulischen Kontext helfen, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens zu reduzieren.
Eine Risikoanalyse umfasst in der Regel folgende Schritte:
Sammlung von Risiken: Welche Risiken lassen sich im Hinblick auf die Veranstaltung identifizieren?
Bewertung der Risiken: Wie wahrscheinlich ist es, dass die identifizierten Risiken eintreten?
• Folgen bei Eintritt des Risikos: Welche Konsequenzen hat es, wenn ein Risiko eintritt?
Maßnahmen zur Abfederung des Risikos und dessen Folgen: Was kann konkret getan werden, um das Risiko zu minimieren?
Entscheidung über die Durchführung der Veranstaltung: Die Ergebnisse der Risikoanalyse sollen am Standort diskutiert werden. Auf Basis der Diskussion, u.a. im Krisenteam, trifft die Schulleitung eine Entscheidung.
Die Risikoanalyse ist regelmäßig der Infektionslage anzupassen. Eine transparente Kommunikation der Ergebnisse der Risikoanalyse und die damit verbundene Einbindung der Schulpartner in den Entscheidungsprozess über die Durchführung von Veranstaltungen ist besonders wichtig.

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Müssen Schulveranstaltungen kurzfristig abgesagt werden (aufgrund des Wechsels in Risikostufe 3), soliegt das Kostenrisiko für allfällige Stornokosten bei den Teilnehmer/inne/n. In diesem Zusammenhang ist auf günstige Stornobedingungen zu achten. Um das Risiko und Haftungen zu minimieren, wird empfohlen nur mit Reiseveranstaltern zu arbeiten, die dem Pauschalreisegesetz (PRG) unterliegen, eine GISA-Nummer haben und die erforderliche Insolvenz-Absicherung abgeschlossen haben.

 

Erlass Sichere Schule – Schulbetrieb im Schuljahr 2021/22 (3. Auflage),  BMBWF GZ 2021-0.796.507

Sichere Schule - Covid-Maßnahmenpaket für einen erfolgreichen Start ins Schuljah

BMBWF: Coronavirus (COVID-19)

Vorlage Risikoanalayse (ÖAKS)

COVID-19 Schulveranstaltungen im SJ 2021/22

Sichere Schule – Schulbetrieb im Schuljahr 2021/22, Erlass des BMBWF GZ 2021-0.559.836

 

Auszug (S.26 ff)

1.6.2 Risikoanalyse für Schulveranstaltungen/schulbezogenen Veranstaltungen
Eine systematische Risikoanalyse kann bei allen Veranstaltungen im schulischen Kontext helfen, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens zu reduzieren.


Eine Risikoanalyse umfasst in der Regel folgende Schritte:
Sammlung von Risiken: Welche Risiken lassen sich im Hinblick auf die Veranstaltung identifizieren?
Bewertung der Risiken: Wie wahrscheinlich ist es, dass die identifizierten Risiken eintreten?
Folgen bei Eintritt des Risikos: Welche Konsequenzen hat es, wenn ein Risiko eintritt?
Maßnahmen zur Abfederung des Risikos und dessen Folgen: Was kann konkret getan werden, um das Risiko zu minimieren?
Entscheidung über die Durchführung der Veranstaltung: Die Ergebnisse der Risikoanalyse sollen am Standort diskutiert werden. Auf Basis der Diskussion, u.a. im Krisenteam, trifft die Schulleitung eine Entscheidung.


Die Risikoanalyse ist regelmäßig der Infektionslage anzupassen. Eine transparente Kommunikation der Ergebnisse der Risikoanalyse und die damit verbundene Einbindung der Schulpartner in den Entscheidungsprozess über die Durchführung von Veranstaltungen ist besonders wichtig.

Lehrausgänge und Exkursionen
Lehrausgänge stellen einen wichtigen Bestandteil des Unterrichtsgeschehens dar. In der Planungsphase ist es wichtig zu beurteilen, ob die Schülerinnen und Schüler die Voraussetzungen mitbringen, die Hygienebestimmungen im Klassenverband auch außerhalb der Schule einzuhalten. Für kurzfristige Absagen, die durch den Wechsel in Risikostufe 3 erforderlich sind, ist Vorsorge zu treffen (z.B. durch Vereinbarung von entsprechenden Stornobedingungen für Busunternehmen, Überlegungen zu alternativen Lehrausgängen).


Mehrtägige Veranstaltungen im Inland (bewegungs- und sportbezogene Schulveranstaltungen wie Schikurse und Sommersportwochen, Projekttage, Wienwoche …)
Mehrtägige Schulveranstaltungen stellen eine gute Möglichkeit dar, Inhalte des Unterrichts zu vertiefen. Sie werden an anderen Orten oder auch in anderen Bundesländern durchgeführt und sind langfristig zu planen, wodurch die Risikoabschätzung stark erschwert wird. Diese Veranstaltungen sind nur bis inklusive Risikostufe 2 möglich.


Müssen Schulveranstaltungen kurzfristig abgesagt werden (aufgrund des Wechsels in Risikostufe 3), so liegt das Kostenrisiko für allfällige Stornokosten bei den Teilnehmer/inne/n. In diesem Zusammenhang ist auf günstige Stornobedingungen zu achten. Um das Risiko und Haftungen zu minimieren, wird empfohlen nur mit Reiseveranstaltern zu arbeiten, die dem Pauschalreisegesetz (PRG) unterliegen, eine GISA-Nummer haben und die erforderliche Insolvenz-Absicherung abgeschlossen haben.


Mehrtägige Veranstaltungen Inland - Checkliste
in der Planungsphase

✓ Akzeptanz betreffend höherer Sorgfaltsmaßnahmen bei Schulleitung und Lehrpersonen ist gegeben.
✓ Zustimmung zur Durchführung und Kenntnis der Risken (z.B. Infektionsrisiko, Stornokosten) bei den Erziehungsberechtigten ist vorhanden.
✓ Voraussetzung betreffend Disziplin in der/den Klassen ist gegeben
✓ Die Stornobedingungen sind bekannt und akzeptabel.


am Zielort
✓ Die Einhaltung der Hygienebestimmungen bei der Anreise ist sichergestellt.
✓ Die Einhaltung der Hygienebestimmungen im Quartier und bei den Angeboten vor Ort ist gewährleistet (z.B. Beförderungsbedingungen der Seilbahngesellschaften).
✓ Die wichtigsten Kontaktstellen für den Fall von Erkrankungen (nicht nur COVID-19) sind bekannt.
✓ Ein Notfallplan für einen eventuell notwendigen Abbruch der Schulveranstaltung ist vorhanden.
Mehrtägige Veranstaltungen im Ausland (z.B. Sprachreisen)

 

Mehrtägige Veranstaltungen Ausland - Checkliste
in der Planungsphase

✓ Akzeptanz betreffend höherer Sorgfaltsmaßnahmen bei Schulleitung und Lehrpersonen ist gegeben.
✓ Zustimmung zur Durchführung und Kenntnis der Risken (z.B. Infektionsrisiko, Stornokosten) bei den Erziehungsberechtigten ist vorhanden.
✓ Voraussetzung betreffend Disziplin in der/den Klassen ist gegeben.
✓ Die Stornobedingungen sind bekannt und akzeptabel.
✓ Mein Reiseveranstalter unterliegt dem Pauschalreisegesetz (PRG), hat eine GISA-Nummer und die erforderliche Insolvenzabsicherung abgeschlossen.

am Zielort
✓ Die Einhaltung der Hygienebestimmungen bei der Anreise ist sichergestellt.
✓ Die Ein- und Ausreisebedingungen sowie die covidbedingten Regelungen im Gastland sind bekannt (z.B. Quarantänebestimmungen).
✓ Die Einhaltung der Hygienebestimmungen im Quartier und bei den Angeboten vor Ort ist gewährleistet (z.B. Beförderungsbedingungen der Seilbahngesellschaften).
✓ Die wichtigsten Kontaktstellen für den Fall von Erkrankungen (nicht nur COVID-19) sind bekannt.
✓ Ein Notfallplan für einen eventuell notwendigen Abbruch der Schulveranstaltung ist vorhanden.

 

Vorlage Risikoanalyse (ÖAKS)

 

Erlass des BMBWF GZ 2021-0.559.836 per 25.8.2021

COVID-19-Schulverordnung 2021/22

Alle Regelungen zu Covid-19 für das Schuljahr 2021/22 sind in dieser Verordnung festgeschrieben, die Grundlage für den Erlass Sichere Schule – Schulbetrieb im Schuljahr 2021/22 ist.

Weitere Informationen

Schulunterrichtsgesetz § 13

In diesem Gesetz werden im Wesentlichen die Grundsätze von Schulveranstaltungen festgehalten: ihre Aufgaben (Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes durch unmittelbaren und anschaulichen Kontakt zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben, durch die Förderung der musischen Anlagen der Schüler und durch die körperliche Ertüchtigung), die Teilnahmeverpflichtung der Schüler/innen und der Auftrag an das Ministerium, eine Verordnung zu den Rahmenbedingungen von Schulveranstaltungen zu erlassen (Schulveranstaltungenverordnung).

 

Weitere Informationen

Schulveranstaltungenverordnung 1995

 

Die Verordnung unterscheidet zwischen ein- und mehrtägigen Schulveranstaltungen, wobei eintägige Veranstaltungen in die Kompetenz der Direktion bzw. der Lehrer fallen, während mehrtägige Veranstaltungen vom Schulgemeinschaftsausschuss zu beschließen sind (Ziel, Inhalt, Dauer, Kosten). Sie regelt darüber hinaus vor allem Fragen der Planung, der Kosten und gibt allgemeine Richtlinien.

 

Weitere Informationen

Richtlinie für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben 17/2014)

Die Richtlinie ist für bewegungserziehliche Schulveranstaltungen verfasst und verpflichtet die Schulpartner, auf der Grundlage dieses Vorschlages eigene Richtlinien zu beschließen. Damit sind die Inhalte der Verordnung von den Gremien der Schulautonomie veränderbar und an die standortspezifischen Bedürfnisse anpassbar. Wesentlichste Inhalte des Rundschreibens sind Ausbildungsvoraussetzungen für Leiter und Begleitpersonen sowie Planungsvorgaben und Sicherheitsthemen.

 

Weitere Informationen

Verordnung betreffend die Schulordnung

Diese Verordnung hält vor allem die Pflichten der Schüler/-innen fest und gibt konkrete Erziehungsmittel für positives wie auch negatives Schülerverhalten vor.

 

Weitere Informationen

Lehrplan

Der Lehrplan für Bewegung und Sport der jeweiligen Schulstufe enthält nicht nur inhaltliche Vorgaben, die auf Wintersportwochen umgesetzt werden können (z.B. Erfahrungen mit rollenden und gleiten Geräten… (z.B. Ski) gewinnen), sondern formuliert auch in den didaktischen Grundsätzen wesentliche Grundlagen der pädagogischen Umsetzung.

Aufsichtserlass 2005

Der Aufsichtserlass ist nach Rechtsbereichen (v.a. Schulrecht, Dienst- und Disziplinarrecht, Zivilrecht, Strafrecht) gegliedert und stellt eine Zusammenfassung der wesentlichsten rechtlichen Grundlagen zu Fragen der Aufsichtsführung dar. Einzelne Rechtsquellen werden zitiert und interpretiert.

 

Weitere Informationen